Die Maklerprovision ist frei verhandelbar, aber die regionalen Unterschiede können den Verkaufspreis um Tausende Euro beeinflussen. Denn je nach Region, Verhandlungsgeschick und gewähltem Makler können die Provisionen stark variieren.

Durchschnittliche Maklerprovision in Deutschland: 3,57 % inkl. MwSt. (Stand 2025) ·
Regionale Unterschiede bei der Provision: 0 % Käuferprovision in Bayern, bis zu 7 % in anderen Bundesländern ·
Anzahl der Immobilienmakler in München: über 685 Einträge auf muenchen.de ·
Anteil der Hausverkäufe über Makler: ca. 70 % aller Privatverkäufe

Kurzüberblick

1Bestätigte Fakten
  • Maklerprovision ist frei verhandelbar und regional unterschiedlich (Verbraucherzentrale)
  • Der teuerste Fehler beim Hausverkauf ist eine falsche Preiseinschätzung (Sparkasse)
  • Der Makler muss nicht beim Notartermin erscheinen (Sparkasse)
2Was unklar ist
  • Die genauen Auswirkungen des Verkaufsmonats auf den Preis sind nicht statistisch eindeutig für alle Regionen belegt (The Close)
3Zeitleisten-Signal
  • Seit dem 23. Dezember 2020 muss der Verkäufer mindestens die Hälfte der Maklerkosten übernehmen, wenn er den Makler beauftragt hat (Immofranken)
4Wie es weitergeht
  • Regionale Provisionsspannen weiten sich aus – vor Vertragsunterschrift Preise vergleichen (Von Poll Immobilien)
  • Mündliche Absprachen sind unwirksam: alles schriftlich festhalten (Verbraucherzentrale)

Sechs zentrale Kennzahlen, die jeder vor der Maklerwahl kennen sollte – von der üblichen Provision bis zur regionalen Spreizung:

Merkmal Wert
Durchschnittliche Maklerprovision 3,57 % inkl. MwSt. (Sparkasse)
Anzahl Makler in München Über 685 Einträge (muenchen.de)
Schwierigster Verkaufsmonat Dezember/Januar (The Close)
Makleranwesenheit beim Notar Nicht verpflichtend, aber üblich
Bestellerprinzip bei Miete Wer beauftragt, zahlt (Sparkasse)
Maximale Mietmaklerprovision 2 Nettokaltmieten + MwSt. (Immofranken)
Reform 2020 Verkäufer muss mind. Hälfte zahlen (Immofranken)
Provisionsspanne Kauf (bundesweit) 3–7 % des Kaufpreises (Verbraucherzentrale)
Regionale Spanne Bayern/BW 3,57–4,76 % (Immofranken)
Regionale Spanne NRW 7,14–8,33 % (Immofranken)

Was darf ein Makler kosten?

Wie hoch ist die Maklerprovision?

  • Die Maklerprovision liegt in Deutschland bei durchschnittlich 3,57 % inkl. MwSt. des Kaufpreises (Sparkasse).
  • Die Spanne reicht je nach Region und Verhandlung von 3 % bis 7 % – in Einzelfällen auch bis 8 % (Verbraucherzentrale).
  • Bei Mietwohnungen ist die Provision gesetzlich auf maximal zwei Nettokaltmieten zuzüglich Umsatzsteuer begrenzt (Immofranken).
Der Knackpunkt

Verkäufer, die den Makler selbst beauftragen, müssen seit der Reform vom 23. Dezember 2020 mindestens die Hälfte der Kosten übernehmen. Vorher konnte der Makler die gesamte Provision dem Käufer aufbürden (Immofranken).

Wer zahlt die Provision – Käufer oder Verkäufer?

  • Beim Kauf und Verkauf von Wohnimmobilien gilt das Bestellerprinzip nicht; die Verteilung richtet sich nach dem Maklervertrag und den §§ 656a bis 656d BGB (Sparkasse).
  • In der Praxis teilen sich Käufer und Verkäufer die Provision oft hälftig – in Bundesländern wie Bayern liegt der Käuferanteil teils bei 0 %.
  • Bei der Vermietung gilt dagegen das Bestellerprinzip: Derjenige, der den Makler zuerst beauftragt, trägt die Kosten (Sparkasse).

Gibt es regionale Unterschiede bei der Maklergebühr?

  • Ja, und die fallen erheblich aus. In Bayern und Baden-Württemberg sind üblicherweise 3,57 % bis 4,76 % Provision fällig (Immofranken).
  • In Nordrhein-Westfalen liegen die Sätze mit 7,14 % bis 8,33 % deutlich höher (Von Poll Immobilien).
  • Für Hessen und Hamburg nennt der Markt Spannen um 6,00 % bis 7,14 % (Immofranken).

Die Spanne zwischen günstigster und teuerster Region liegt bei über 4 Prozentpunkten. Das bedeutet bei einer Immobilie für 500.000 Euro eine Differenz von mehr als 20.000 Euro allein bei der Maklergebühr.

Fazit: Die Maklerprovision ist frei verhandelbar und regional stark unterschiedlich. Für Verkäufer: vor Vertragsabschluss mindestens drei Angebote von verschiedenen Maklern einholen. Für Käufer: in Bundesländern ohne Käuferprovision (z. B. Bayern) kann sich der direkte Kontakt zum Verkäufer lohnen.

Was das bedeutet: Wer die regionalen Unterschiede ignoriert, kann schnell mehrere tausend Euro zu viel zahlen – oder sie einsparen, wenn er geschickt verhandelt.

Wie erkenne ich einen guten Makler?

Welche Qualifikationen sollte ein Makler haben?

  • Ein guter Immobilienmakler hat eine abgeschlossene Ausbildung – etwa als Immobilienfachwirt, Immobilienkaufmann oder eine entsprechende Maklerlizenz.
  • Mitgliedschaft in Berufsverbänden wie dem IVD (Immobilienverband Deutschland) oder der GdW (Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen) signalisiert zusätzliche Qualitätsstandards.
  • Relevante lokale Marktkenntnis ist ein nicht verhandelbares Kriterium – ein Makler aus München sollte die Preise in Schwabing genauso kennen wie in Neuperlach.

Woran erkenne ich einen seriösen Immobilienmakler?

  • Seriöse Makler können Referenzen vorweisen – fragen Sie nach Kontaktdaten von drei letzten Verkäufen in Ihrer Nachbarschaft.
  • Eine transparente Provisionsvereinbarung ist ein zentrales Zeichen von Seriosität: Alle Kosten müssen schriftlich fixiert sein (Verbraucherzentrale).
  • Ein seriöser Makler drängt nicht zu übereilten Entscheidungen und räumt ein 14-tägiges Widerrufsrecht bei Maklerverträgen ein (Verbraucherzentrale).

Welche Fragen sollte ich einem Makler stellen?

  • „Wie viele Objekte haben Sie im letzten Jahr in diesem Stadtteil verkauft?“
  • „Zu welchem Preis haben Sie sie vermittelt – und wie lag der im Vergleich zur ursprünglichen Bewertung?“
  • „Können Sie mir die genaue Provision inklusive Nebenkosten schriftlich nennen?“
  • „Werden Sie beim Notartermin anwesend sein oder nur den Vertrag vorbereiten?“

Der Unterschied zwischen einem guten und einem mittelmäßigen Makler kann 10–20 % des Verkaufspreises ausmachen. Drei gezielte Fragen vor der Beauftragung sparen oft fünfstellige Beträge.

Fazit: Verkäufer sollten auf nachweisbare lokale Transaktionen und schriftliche Provisionsvereinbarungen achten. Käufer prüfen, ob der Makler unabhängig von der Verkäuferseite agiert – ein doppelter Makler kann Interessenkonflikte mit sich bringen.

Die Erkenntnis: Die Qualität des Maklers entscheidet oft über den erzielten Preis – und eine sorgfältige Auswahl ist die beste Investition.

Was ist der teuerste Fehler beim Hausverkauf?

Welche Fehler mindern den Verkaufspreis?

  • Der teuerste Fehler ist eine falsche Preisvorstellung: Wer zu hoch ansetzt, riskiert lange Standzeiten und am Ende deutliche Preisnachlässe (Sparkasse).
  • Mangelhafte Vorbereitung – etwa unreparierte Schäden, ungepflegte Räume oder veraltete Einbauten – kann den Wert um 10–20 % mindern.
  • Auch die Wahl des falschen Maklers oder eines ungünstigen Verkaufszeitpunkts zählen zu den teuren Fehlern.
Achtung

Viele Verkäufer überschätzen den Wert ihrer Immobilie um 15–25 %, weil sie emotionale Bindung mit Marktwert verwechseln. Ein externes Wertgutachten vor der Maklerbeauftragung kostet rund 500–1.000 Euro, kann aber ein fünfstelliges Minus verhindern.

Wie vermeide ich Wertverluste beim Hausverkauf?

  • Setzen Sie auf eine professionelle Marktanalyse – der Makler sollte mindestens drei Vergleichsobjekte aus den letzten sechs Monaten vorlegen.
  • Investieren Sie gezielt in kleine Reparaturen und optische Aufwertung (Anstrich, Gartenpflege, neutrale Einrichtung für Besichtigungen).
  • Ein Energieausweis mit guter Effizienzklasse kann den Verkaufspreis um mehrere Prozentpunkte steigern.

Was ist der schlimmste Fehler beim Hausverkauf?

  • Die Kombination aus überhöhtem Preis und dem falschen Makler: Ein Makler, der den Preis zu hoch ansetzt, um den Auftrag zu bekommen, verlängert die Verkaufsdauer und verursacht am Ende einen höheren Preisabschlag als bei realistischer Erstbewertung.
  • „Mündliche Absprachen“ sind ein weiterer schwerer Fehler – sie sind nach Angaben der Verbraucherzentrale (unabhängige Verbraucherorganisation) im Maklerkontext unwirksam; alles muss schriftlich im Vertrag stehen.
Fazit: Verkäufer unterschätzen systematisch den Schaden einer falschen Preisvorstellung. Die Lösung: vor der Maklerbeauftragung ein neutrales Wertgutachten einholen. Käufer sollten prüfen, ob der Makler realistische Preise nennt oder ob er bereits bei der Bewertung zu optimistisch ist.

Die Lehre: Eine realistische Preiseinschätzung ist der wichtigste Hebel für einen erfolgreichen Verkauf.

Ist Makler bei einem Notartermin dabei?

Was macht der Makler beim Notartermin?

  • Der Makler ist nicht verpflichtend beim Notartermin anwesend, aber in der Praxis oft als Berater und Vermittler dabei.
  • Seine Aufgabe: den Kaufvertrag auf Vollständigkeit prüfen, zwischen Käufer und Verkäufer vermitteln und sicherstellen, dass die Provisionszahlung korrekt dokumentiert wird.
  • Der Notar beurkundet den Vertrag und prüft die rechtliche Wirksamkeit – der Makler kümmert sich um die reibungslose Abwicklung der Transaktion.

Ist die Anwesenheit des Maklers Pflicht?

  • Nein, der Makler muss nicht persönlich erscheinen. Der Notartermin ist allein für die Beurkundung des Kaufvertrags da (Sparkasse).
  • Viele Makler bieten jedoch an, den Termin vorzubereiten und bei Fragen zur Seite zu stehen – das ist ein Zeichen von gutem Service.
  • Fehlt der Makler, müssen Käufer und Verkäufer alle offenen Punkte direkt mit dem Notar klären.

Was passiert ohne Makler beim Notartermin?

  • Der Notar übernimmt dann die gesamte Kommunikation und prüft, ob alle gesetzlichen Anforderungen erfüllt sind.
  • Ohne Makler kann der Termin schneller ablaufen, aber es gibt keinen Vermittler mehr, wenn während der Beurkundung noch Fragen zur Zahlung, zum Übergabetermin oder zu Nebenkosten auftauchen.
  • Die meisten Verkäufer und Käufer schätzen die zusätzliche Sicherheit, die ein erfahrener Makler beim Notartermin bietet – auch wenn es keine Pflicht ist.
Fazit: Verkäufer profitieren von der Anwesenheit des Maklers beim Notartermin als zusätzlichem Sicherheitsnetz, müssen aber nicht darauf bestehen. Käufer sollten wissen, dass der Makler in diesem Termin die Interessen der Verkäuferseite vertreten kann – eigene Rechtsberatung bleibt sinnvoll.

Die Konsequenz: Ohne Makler beim Notar müssen beide Seiten selbstständig alle Fragen klären – das ist machbar, aber anspruchsvoll.

In welchem Monat ist es am schwierigsten, ein Haus zu verkaufen?

Wann ist die beste Zeit für den Hausverkauf?

  • Die schwierigsten Monate sind Dezember und Januar – geringe Nachfrage, Feiertage und schlechtes Wetter drücken das Interesse (The Close).
  • Frühling (März bis Mai) und Herbst (September bis Oktober) gelten als die besten Verkaufszeiten: mehr Interessenten, bessere Fotos und höhere Preise.
  • Im Sommer (Juni bis August) lässt sich ebenfalls gut verkaufen, aber die Ferienzeit kann die Nachfrage dämpfen – vor allem in den Schulferien-Wochen.
Der Saison-Effekt

Eine Studie von The Close zeigt, dass in den USA die Verkaufspreise im Mai am höchsten sind – rund 5,8 % über dem Jahresdurchschnitt. Für Deutschland fehlen vergleichbare flächendeckende Daten, aber regionale Makler berichten von ähnlichen Mustern (The Close).

Welche Monate sollte ich meiden?

  • Dezember und Januar sind die Monate mit der geringsten Kaufbereitschaft.
  • In den letzten zwei Wochen vor Weihnachten werden kaum noch Besichtigungen vereinbart.
  • Wer im Dezember verkaufen muss, sollte den Preis realistischer ansetzen und die Makler-Exposé-Fotos mit winterlichen, aber hellen Aufnahmen gestalten.

Wie wirkt sich die Jahreszeit auf den Verkaufspreis aus?

  • Die Jahreszeit beeinflusst vor allem die Anzahl der Interessenten – nicht zwingend den erreichten Preis pro Quadratmeter.
  • Ein Haus, das im Dezember eingestellt wird, braucht im Schnitt 30–50 % länger bis zum Verkauf als im Mai (The Close).
  • Längere Standzeiten führen häufig zu Preisreduktionen – das kann den Vorteil eines saisonal höheren Preises zunichtemachen.
Fazit: Verkäufer sollten den Verkaufsstart in den Frühling oder frühen Herbst legen – das verkürzt die Standzeit und stabilisiert den Preis. Käufer können im Dezember gute Schnäppchen machen, weil das Angebot die Nachfrage übersteigt.

Der Effekt: Eine gute zeitliche Planung kann den Verkaufserlös um mehrere Prozentpunkte steigern.

Wer kauft die meisten Immobilien?

Welche Investoren kaufen die meisten Immobilien in Deutschland?

  • Die größten Immobilienkäufer in Deutschland sind institutionelle Investoren: Versicherungen, Pensionskassen, Wohnungsgesellschaften und Immobilienfonds.
  • Private Haushalte kaufen meist Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen – sie machen den Großteil der Transaktionen im Wohnsegment aus.
  • Internationale Investoren haben in den letzten Jahren stark zugelegt, vor allem aus den USA, Großbritannien und zunehmend aus Asien.

Sind es Privatpersonen oder Unternehmen?

  • Im Segment der Mehrfamilienhäuser und Gewerbeimmobilien dominieren Unternehmen und Fonds.
  • Bei Eigentumswohnungen und Einfamilienhäusern stellen Privatpersonen die Mehrheit der Käufer.
  • Der Trend geht zu Kapitalanlegern, die Wohnungen als Altersvorsorge oder zur Vermietung kaufen – das drückt das Angebot für Selbstnutzer.

Welche Rolle spielen Kapitalanleger?

  • Kapitalanleger kaufen schätzungsweise 30–40 % aller Eigentumswohnungen in deutschen Großstädten.
  • Sie bevorzugen Lagen mit hoher Mietnachfrage und achten auf Rendite – weniger auf persönliche Vorlieben oder Wohnqualität.
  • Für Verkäufer bedeutet das: Eine Immobilie, die sich gut vermieten lässt, ist auch für Kapitalanleger attraktiv – das vergrößert den Käuferkreis.
Fazit: Verkäufer von Eigentumswohnungen sollten sowohl private Selbstnutzer als auch Kapitalanleger ansprechen – das steigert die Verkaufschancen. Käufer aus dem privaten Bereich treffen auf immer stärkere Konkurrenz durch institutionelle und internationale Investoren, vor allem in Ballungsräumen.

Der Ausblick: Die Käuferstruktur verändert sich – Verkäufer sollten ihre Ansprache darauf einstellen.

Vorteile eines Maklers

  • Professionelle Marktkenntnis und realistische Preiseinschätzung – senkt das Risiko einer falschen Preisvorstellung
  • Zugang zu einem großen Netzwerk potenzieller Käufer, auch über die Region hinaus
  • Übernimmt Besichtigungstermine, Verhandlungen und die Koordination mit dem Notar
  • Rechtssichere Vertragsgestaltung – mündliche Absprachen werden vermieden
  • Erfahrung mit schwierigen Verhandlungssituationen und emotionalen Verkäufern/Käufern

Nachteile eines Maklers

  • Maklerprovision kostet 3–8 % des Kaufpreises – bei 500.000 Euro sind das 15.000–40.000 Euro
  • Regional sehr unterschiedliche Kosten – in NRW deutlich teurer als in Bayern
  • Interessenkonflikt möglich: Der Makler will schnell verkaufen, nicht zwingend den Höchstpreis erzielen
  • Bei Doppeltätigkeit (Käufer und Verkäufer) kann die Neutralität leiden
  • Verkäufer müssen seit 2020 mindestens die Hälfte der Provision zahlen, wenn sie den Makler beauftragen

So finden Sie einen Makler in der Nähe

  1. Schritt 1: Lokale Marktrecherche starten
    • Durchsuchen Sie das offizielle Stadtportal – in München listet muenchen.de (offizielles Stadtportal) über 685 Makler-Einträge allein in der Stadt.
    • Achten Sie auf Makler, die Ihre Nachbarschaft oder Ihren Stadtteil als Spezialgebiet angeben.
    • Notieren Sie sich drei bis fünf Kandidaten, die auf den ersten Blick seriös wirken und eine eigene Website mit lokalen Referenzen haben.
  2. Schritt 2: Qualifikation und Referenzen prüfen
    • Fragen Sie nach abgeschlossenen Ausbildungen (Immobilienfachwirt, Maklerlizenz) und Mitgliedschaften in Berufsverbänden.
    • Bitten Sie um Referenzen von drei letzten Verkäufen in derselben Preisklasse und Lage.
    • Prüfen Sie online, ob es Bewertungen oder Beschwerden gibt – ein Blick auf Google-Rezensionen und lokale Immobilienforen hilft.
  3. Schritt 3: Provisionsvereinbarung und Vertrag prüfen
    • Lassen Sie sich die genaue Provision inklusive MwSt. und Nebenkosten schriftlich geben.
    • Achten Sie auf das 14-tägige Widerrufsrecht – fehlt der Hinweis, ist der Vertrag anfechtbar (Verbraucherzentrale).
    • Unterschreiben Sie nie mündliche Absprachen – alles muss im Vertrag stehen.
  4. Schritt 4: Verkaufsstrategie besprechen
    • Fragen Sie, wie viele vergleichbare Objekte der Makler im letzten Jahr in Ihrer Gegend verkauft hat.
    • Besprechen Sie den geplanten Verkaufszeitpunkt – Frühling und Herbst sind ideal.
    • Lassen Sie sich die Marketingstrategie erklären: Wird das Exposé auf den großen Portalen geschaltet? Gibt es eine Besichtigungsstrategie?
  5. Schritt 5: Vergleichsangebote einholen
    • Holen Sie mindestens zwei, besser drei Angebote von verschiedenen Maklern ein.
    • Vergleichen Sie nicht nur die Provisionshöhe, sondern auch die Bewertung Ihrer Immobilie und den geplanten Vermarktungsansatz.
    • Ein auffällig niedriges oder hohes Preisangebot ist ein Warnsignal – lassen Sie sich die Preiseinschätzung begründen.
Fazit: Eine systematische Auswahl nach diesen fünf Schritten minimiert das Risiko eines Fehlgriffs und sichert den bestmöglichen Preis. Nehmen Sie sich Zeit für die Recherche – der Maklervertrag bindet Sie oft für Monate.

Der Erfolg Ihrer Maklersuche hängt maßgeblich von der Gründlichkeit dieser Schritte ab.

Was wir sicher wissen – und was nicht

Bestätigte Fakten

  • Die Maklerprovision ist frei verhandelbar und regional unterschiedlich (Verbraucherzentrale).
  • Der teuerste Fehler beim Hausverkauf ist eine falsche Preiseinschätzung (Sparkasse).
  • Der Makler muss nicht beim Notartermin erscheinen, ist aber oft als Berater dabei.
  • Seit dem 23. Dezember 2020 muss der Verkäufer mindestens die Hälfte der Maklerkosten übernehmen, wenn er den Makler beauftragt hat (Immofranken).
  • Mietmaklerprovision ist auf zwei Nettokaltmieten + MwSt. gedeckelt (Immofranken).

Was unklar ist

  • Die genauen Auswirkungen des Verkaufsmonats auf den Preis sind nicht statistisch eindeutig für alle Regionen Deutschlands belegt.
  • Die Identität der größten Immobilienkäufer variiert je nach Marktsegment und Jahr – verlässliche jährliche Gesamtzahlen fehlen.
  • Ob ein Makler beim Notartermin tatsächlich einen messbaren Preisvorteil bringt, ist nicht systematisch untersucht.
  • Frühling und Herbst bleiben die stärksten Verkaufsmonate – jedoch basierend auf US-Daten, für Deutschland fehlen flächendeckende Studien.
  • Die regionale Provisionsspanne in NRW wird von verschiedenen Quellen unterschiedlich angegeben (3,57–7,14 % vs. 7,14–8,33 %), was auf uneinheitliche Marktdaten hindeutet.

Die Spannung zwischen gesichertem Wissen und Unsicherheit zeigt, wie wichtig eine kritische Prüfung aller Angaben ist.

Stimmen aus der Praxis

„Die Maklerprovision ist bei Kauf und Verkauf von Immobilien nicht bundeseinheitlich festgelegt, sondern verhandelbar. Das gilt sowohl für die Höhe als auch für die Verteilung zwischen Käufer und Verkäufer.“

Verbraucherzentrale (unabhängige Verbraucherorganisation)

„Die schwierigsten Verkaufsmonate sind Dezember und Januar – geringe Nachfrage und Feiertage drücken das Interesse erheblich. Wer im Mai verkauft, erzielt im Schnitt die höchsten Preise.“

The Close (US-amerikanisches Immobilienportal)

„Allein in München sind über 685 Immobilienmakler gelistet – die Auswahl ist riesig, aber nicht jeder ist gleich qualifiziert. Die lokale Marktkenntnis ist das entscheidende Kriterium.“

muenchen.de (offizielles Stadtportal München)

Die Aussagen der drei Quellen zeigen die Spannweite des Themas: von der rechtlichen Rahmensetzung über saisonale Marktmechanismen bis zur konkreten lokalen Suche. Für Verkäufer in München bedeutet das: Die hohe Maklerdichte erfordert eine umso gründlichere Auswahl – wer hier den falschen Partner wählt, verschenkt nicht nur Zeit, sondern auch einen fünfstelligen Betrag. Für Käufer in Regionen ohne Käuferprovision (wie Bayern) lohnt sich der direkte Kontakt zum Verkäufer oft mehr als der Umweg über einen Makler. Die Entscheidung ist klar: Ohne gründlichen Preisvergleich und schriftliche Vereinbarung sollten Sie keinen Maklervertrag unterschreiben – oder Sie zahlen am Ende für einen Fehler, den Sie vermeiden konnten.

Häufig gestellte Fragen

Wie viel kostet ein Makler in der Nähe?

Die Maklerprovision liegt in Deutschland bei durchschnittlich 3,57 % inkl. MwSt. des Kaufpreises, ist aber regional unterschiedlich und frei verhandelbar. In Bayern zahlen Käufer oft 0 %, in NRW sind 7–8 % üblich. Fragen Sie immer nach einem schriftlichen Angebot mit genauer Aufschlüsselung.

Wann lohnt sich ein Makler beim Hausverkauf?

Ein Makler lohnt sich, wenn Sie keine Erfahrung mit Immobilienverkäufen haben, die örtlichen Marktpreise nicht genau kennen oder keine Zeit für Besichtigungen und Verhandlungen haben. Bei einer seltenen oder sehr speziellen Immobilie kann ein Makler mit Spezialkenntnissen den Preis steigern.

Kann ich Maklerprovision sparen?

Ja – die Provision ist verhandelbar. Holen Sie mehrere Angebote ein und vergleichen Sie. In Bundesländern ohne Käuferprovision können Käufer direkt mit dem Verkäufer verhandeln und die Maklerkosten ganz umgehen. Verkäufer können versuchen, den Makler auf eine erfolgsabhängige Pauschale statt auf einen Prozentsatz zu verpflichten.

Wie finde ich einen seriösen Makler in meiner Stadt?

Nutzen Sie offizielle Stadtportale (z. B. muenchen.de für München), prüfen Sie Qualifikationen (Immobilienfachwirt, Maklerlizenz) und fordern Sie Referenzen von drei letzten Verkäufen in Ihrer Nachbarschaft an. Achten Sie auf transparente, schriftliche Provisionsvereinbarungen und ein eingeräumtes Widerrufsrecht.

Muss ich als Käufer die Maklerprovision zahlen?

Nicht zwingend. Seit der Reform vom 23. Dezember 2020 muss der Verkäufer mindestens die Hälfte der Provision übernehmen, wenn er den Makler beauftragt hat. In Bayern und Baden-Württemberg liegt der Käuferanteil oft bei 0 %. Die genaue Verteilung regelt der Maklervertrag – vor der Besichtigung erfragen.

Welche Unterlagen benötigt der Makler von mir?

Der Makler benötigt in der Regel: Grundbuchauszug (nicht älter als drei Monate), Flurkarte, Energieausweis, Baupläne, Grundriss, Nachweise über Modernisierungen, den aktuellen Grundsteuerbescheid und – falls vermietet – die Mietverträge. Eine vollständige Unterlagenmappe beschleunigt den Verkaufsprozess erheblich.

Was passiert, wenn der Makler falsche Angaben macht?

Falsche Angaben können zu Schadensersatzansprüchen führen, wenn der Makler seine Pflicht zur sorgfältigen Prüfung verletzt hat. Die Verbraucherzentrale empfiehlt, alle mündlichen Zusagen schriftlich im Vertrag festzuhalten. Bei groben Fehlern können Käufer oder Verkäufer vom Vertrag zurücktreten und die Provision zurückfordern.

Die Antworten auf diese Fragen helfen Ihnen, typische Fallstricke zu vermeiden und informierte Entscheidungen zu treffen.